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Pandiculation: langsam anspannen, sehr langsam loslassen

Pandiculation heißt bei Hanna: Sie spannen einen Muskel langsam an, halten kurz und lassen sehr langsam los. Das Wort kommt vom lateinischen „pandiculari“, „sich strecken“ [2]. Im Deutschen schreibt man auch Pandikulation. Gemeint ist ein Ablauf, den man vom Räkeln und Gähnen beim Aufwachen kennt; Menschen und viele Wirbeltiere zeigen ihn [2]. Hanna hat aus dieser natürlichen Reaktion eine bewusste Technik gemacht [1][3].

Die Phasen einer Pandiculation, wie ein Blogbeitrag einer Bewegungslehrerin, ein Zeitschriftenartikel und der Beitrag eines Yoga-Anbieters die Technik nach Hanna beschreiben [4]:

  1. Sie spannen den Muskel langsam an.
  2. Sie halten die Anspannung kurz, ein bis zwei Atemzüge.
  3. Sie lassen sehr langsam los und führen die Bewegung dabei in die Ausgangslage zurück.
  4. Sie spüren nach, bevor Sie die nächste Bewegung beginnen.

In der Behandlung führe ich Sie durch diesen Ablauf: Ich führe, halte und gebe Widerstand. In den Eigenübungen führen Sie ihn selbst aus. Die Zeiten für Anspannung, Halten und Loslassen besprechen wir in der Behandlung.

Der Unterschied zum Dehnen liegt im Ablauf, nicht in einer Wertung. Beim Dehnen wird ein Muskel mit Zug verlängert. Nach der Lehre von Hanna wird der Muskel bei der Pandiculation zuerst angespannt und danach allmählich verlängert [1].

Eine Arbeit von 2011 stellt zur Pandiculation eine Hypothese auf, die aus klinischen Beobachtungen und Literatur entstand; ihr Titel ist als Frage formuliert [5].

Weiterlesen: Sensomotorische Amnesie · Somatische Übungen nach Thomas Hanna · Thomas Hanna: Leben, Buch, Lehre.

Quellen

Wie es weitergeht. Den Ablauf einer Behandlung beschreibe ich auf der Seite Hanna Somatics Behandlung, Kosten und Anfahrt stehen auf der Seite Hanna Somatics in Mainz. Einen Termin vereinbaren Sie telefonisch unter 0 61 31 / 58 450 10 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..